CSR-Berichterstattung
17.07.2017

Gesetz zur CSR-Berichterstattung tritt in Kraft

Große Unternehmen, Finanzdienstleister und Versicherungen müssen ab sofort nicht nur finanziell bilanzieren, sondern auch über ihr soziales und ökologisches Handeln Rechenschaft ablegen. Der Bundestag hat am 10. März 2017 das schon lange diskutierte sogenannte „Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten“ verabschiedet. Das Gesetz gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2017 und wird damit bereits für das laufende Geschäftsjahr wirksam.
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Änderungen im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf
Im Vergleich zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung vom Oktober 2016 haben sich jetzt noch Änderungen ergeben. Neu ist beispielsweise die Regelung zur Veröffentlichungsfrist: Sah der bisherige Entwurf vor, dass parallel veröffentlichte Berichte sechs Monate nach dem Bilanzstichtag veröffentlicht werden müssen, gilt nun eine kürzere Frist von nur vier Monaten.

Standardisierte Angaben
Betroffen sind Unternehmen mit im Jahresdurchschnitt mehr als 500 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme größer als 20 Millionen beziehungsweise mit Umsatzerlösen von mehr als 40 Millionen Euro. Sie sind dazu verpflichtet, standardisierte Angaben zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zur Achtung der Menschenrechte sowie zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung zu machen.

Eigener Bericht gut fürs Image
Drei verschiedene Wege bieten sich an, um das CSR-Engagement der Öffentlichkeit zu präsentieren: Die Unternehmen können die Daten in einem separaten Bericht vorlegen, ihren Lagebericht um einen Anhang erweitern, oder einen integrierten Gesamtbericht erstellen. Für berichtspflichtige Unternehmen eignet sich eine gesonderte Publikation zur Imagepflege. Zu nachhaltigem Engagement lässt sich viel erzählen: packende Geschichten hinter nüchternen Zahlen, unterstrichen durch eine ansprechende Bebilderung, die emotional anspricht. Das macht CSR-Maßnahmen für den Leser – und Kunden – greifbar und überzeugend.

Anlass für guten Content
Aber auch bei Unternehmen, die nicht unter die CSR-Berichtspflicht fallen, steht nachhaltiges Handeln zunehmend im Fokus. Beispielsweise sind Lieferanten berichtspflichtiger Konzerne immer häufiger in der Pflicht, über ihr Engagement für Mensch und Umwelt Auskunft zu geben. Wer keinen Nachhaltigkeitsbericht erstellen muss, sollte dennoch CSR als Chance sehen und die vielfältigen Möglichkeiten, die sich fernab eines Berichts bieten, zur Kommunikation nutzen.

CSR-Maßnahmen geben guten Content ab – ob in Broschüren, in Kunden- oder Mitarbeitermagazinen oder auf der Homepage. Die Themen lassen sich breit streuen und vielfältig aufbereiten. Jede Form der Publikation, ob print oder digital, bietet auf ihre Weise vielfältige Anlässe, um Kunden und Geschäftspartner über sein gesellschaftliches und soziales Engagement zu informieren. Kommunikation über CSR – eine gute Möglichkeit, sich als Organisation sowohl intern als auch extern noch stärker zu profilieren.

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema ist Kirstin Baumann. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
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